Von Volkschuldirektor Gottfried Huber, Kapellmeister von 1951-1960
Über die Gründung der bürgerlichen Musikkapellen gibt es kaum urkundliche, direkte Beweise, wohl aber weisen Nennungen in anderen Urkunden und Überlieferungen auf blasmusikalische Vereinigungen hin. Einen schönen Beweis für solch frühes, kapellenmäßiges Musizieren bilden Notenbestände aus dem Besitz der Familien Alber aus den Jahren 1810, 1832, 1833, 1835 und 1838, die zum Teil von Joseph Alber, einem Vorfahren dieser Familie, geschrieben wurden.
Im Verkündbuch der Pfarre Weißenbach aus dem Jahre 1839, anlässlich des Fronleichnamsfestes am 30. Mai, findet sich die Eintragung: „Am Donnerstag einfällt das hohe und gebothene Fest der Fronleichnam U.H.J.CH. daher ist um 8 Uhr die feierliche Fronleichnams-Prozession mit Absingen der 4 Evangelien. M.p.C. (Messe für die Allgemeinheit). Um dieses Fest gebührend zu verherrlichen sind auch die He. Musikanten, Schützen und die Jungfrauen mit Kränzen und all jene höflichst eingeladen, die zur Verherrlichung dieses hohen Tages etwas beitragen können.“
Diese Einladung an die „Herren Musikanten“ ist die erste bisher bekannte urkundliche Nennung der Musikkapelle, die wohl schon ein paar Jahrzehnte vorher bestanden hat, wie aus den Noten Joseph Albers hervorgeht, der sie sicherlich für praktische Zwecke, also für Aufführungen, geschrieben hat.
Anlässlich des 200-jährigen Bestehens veranstaltet die Bürgermusikkapelle Weißenbach 2019 zum 9. Mal das Außerferner Bundesmusikfest mit Fahnenweihe.
Aktuelle Infos über das 70. Bundesmusikfest sind auch auf der Homepage zu finden:
http://www.musikfest-weissenbach.at
Hauptprogramm mit Festzugsordnung










